Daphne III Programm

Das Daphne-III‑Programm soll zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen vor jeglicher Form von Gewalt beitragen und ein hohes Maß an Gesundheit, Wohlbefinden und sozialem Zusammenhalt herbeiführen. Spezifisches Ziel ist, zur Verhütung und Bekämpfung jeglicher Form von Gewalt im öffentlichen oder privaten Bereich, einschließlich der sexuellen Ausbeutung und des Menschenhandels, beizutragen. Dabei sollen Präventionsmaßnahmen ergriffen und Opfern und gefährdeten Gruppen Unterstützung und Schutz gewährt werden. Das Europäische Parlament und der Rat haben einen Beschluss zur Auflegung des spezifischen Programms Daphne III als Teil des generellen Programms "Grundrechte und Justiz" angenommen.

Die Geschichte von Daphne
Das Daphne-III Programm baut auf den Errungenschaften der vorherigen Programme Daphne (2000-2003) und Daphne II (2004-2008) auf.

Ziele und Instrumente von Daphne

Der Schwerpunkt des Programms Daphne liegt auf:

  • Unterstützung und Förderung von NROs und anderen Organisationen, die in diesem Bereich tätig sind; 
  • Entwicklung und Umsetzung gezielter Maßnahmen zur Sensibilisierung; 
  • Verbreitung von Ergebnissen, die im Rahmen der früheren Daphne-Programme gewonnen wurden; 
  • Benennung und Verbesserung von Maßnahmen, die zur positiven Behandlung von Menschen beitragen, die von Gewalt bedroht sind; 
  • Aufbau und Unterstützung multidisziplinärer Netzwerke; 
  • Erweiterung und Austausch von Wissen zum Thema, die Benennung und Verbreitung von Informationen und bewährten Verfahrensweisen; 
  • Entwurf und Erprobung von Sensibilisierungs‑ und Bildungsmaterialien sowie Ergänzung und Anpassung der bereits vorhandenen; 
  • Untersuchung von Phänomenen, die mit Gewalt in Zusammenhang stehen, und deren Auswirkungen; 
  • Entwicklung und Umsetzung von Programmen zur Unterstützung von Opfern und gefährdeten Personen sowie Interventionsprogramme für Täter.
     

Zugang zum Programm
Das Programm ist offen für:

  • private oder öffentliche Organisationen und Institutionen (lokale Behörden auf der entsprechenden Ebene, Hochschulfakultäten und Forschungszentren); 
  • Arbeit im Hinblick auf die Vermeidung und Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen; Schutz gegen solche Gewalt; Hilfestellung für Opfer; Umsetzung gezielter Maßnahmen zur Förderung der Ablehnung solcher Gewalt; oder Förderung einer Veränderung der Einstellung und des Verhaltens gegenüber gefährdeten Gruppen und Opfern von Gewalt.