Kurze Beschreibung

Immer mehr Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Eltern und Lehrer haben fast jeden Tag mit Mobbing zu kämpfen, sei es zu Hause, auf den Schulhöfen, in den Klassenzimmern, im Internet, in der Gemeinde oder anderswo. Täglich mobben Kinder, die das Bedürfnis haben dominant über andere zu sein, ihre Altersgenossen, die vielleicht weniger stark und daher verletzlicher sind sowie weniger Selbstwertgefühl haben.

Mobbing ist kein neues Phänomen. Es existiert seit Generationen in verschiedensten Formen. Eine Person ist Opfer von Mobbing, wenn sie über lange Zeit negativen Handlungen ausgesetzt ist, die von einer oder mehreren Personen ausgehen. Als negative Handlung gilt, wenn eine Person bewusst Verletzungen oder Unbehagen bei der gemobbten Person verursacht (Olweus, 1993). Dies beinhaltet körperliches Mobbing (z.B. schubsen, schlagen oder treten), seelisches Mobbing (z.B. das Streuen von Gerüchten), verbales Mobbing (z.B. Beschimpfungen und verbale Belästigung), Cybermobbing, rassistisches und sexuelles Mobbing. Obwohl Mobbing in den meisten Fällen während der Schulzeit vorkommt, hat es doch längerfristige Konsequenzen für das Opfer und/oder den Täter. Tatsächlich verursacht es emotionale, psychologische und körperliche Schäden, deren Folgen die Opfer und Täter für den Rest ihres Lebens verfolgen können.

Unterschiedliche und wichtige Projekte wurden bereits auf EU Ebene umgesetzt. Jedoch hatten die meisten Projekte nur einen bestimmten Aspekt des Problems Mobbing im Blick, ohne eine gemeinsame Antwort auf das Problem in seinen verschiedenen Ausprägungen zu finden. Das EAN Projekt möchte diese Lücke schließen und hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Kooperation von 17 erfahrenen Partnern aus 12 EU Mitgliedsstaaten, eine gemeinsame europäische Haltung zu formulieren.

Finanziert durch das DAPHNE III Programm der Europäischen Kommission, hat EAN die Zusammenstellung eines Interventionsprogramms und eine gemeinsame europäische Politik gegen Mobbing zum Ziel. Dieses Vorhaben soll durch den Ausbau von Kapazitäten, die Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen und  das aktive Einbeziehen von Kindern erreicht werden. In der Endphase des Projekts erfolgt die Errichtung eines Europäischen Antimobbing Netzwerks, das die verschiedenen Anstrengungen zu diesem Thema vereint, um diese dann, als eine Stimme, auf europäischer Ebene geltend zu machen.